USA


Nordamerika hat natürlich bei weitem nicht die Weinbautradition wie die Weinländer Europas. Man versuchte zwar auch hier schon immer, Reben heimisch zu machen und fand auch bereits wilde Reben vor, aber einen nennenswerten Weinbau verzeichnet man erst seit etwa Mitte des 19. Jahrhunderts. In mehreren Staaten entwickelte sich zaghaft so etwas wie Weinbau, aber die Prohibition der 20er Jahre des letzten Jahrhunderts warf die amerikanischen Winzer empfindlich zurück. So kann man wohl den eigentlichen Beginn des Weinbaus erst zum Ende der Prohibition (Mitte der 30er Jahre) datieren. Aber auch zu diesem relativ späten Zeitpunkt war man noch nicht offen für Einflüsse aus den angestammten Weinländern, stellte vielmehr einen eigenen, süßen und kräftigen Wein her, der sich auf dem Markt schwertat.

Als man dann spät, eigentlich erst im letzten Quartal des vergangenen Jahrhunderts, auf andere Reben zurückgriff, die auch hier gute Bedingungen vorfanden, wurde die Wende eingeleitet. Die Keltertechnik wurde enorm verbessert und Rotweine aus Zinfandel, Cabernet Sauvignon, Merlot, Pinot Noir u.a. können sich nunmehr ebenso sehen lassen wie ihre Weißwein-Kollegen aus Chardonnay, Sauvignon blanc oder auch Riesling. Dies gilt auch nicht nur, wie oft angenommen, für Kalifornien. Auch in Virginia, New Jersey, Ohio oder Washington, Oregon und New York, versteht man mittlerweile Wein zu machen. Allerdings sind in der Tat die kalifornischen Winzer den anderen schon noch ein ganzes Stück voraus, sie haben allerdings auch die besten Voraussetzungen.

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