Südafrika


Bereits aus dem Jahre 1659 ist die erste Weinherstellung in Südafrika überliefert. Von da bis zum heutigen Weinbau in Südafrika war ein langer, beschwerlicher Weg mit vielen Rückschlägen zurückzulegen. So blieb auch Südafrika u.a. nicht von der Reblaus verschont, der Weinbau war am Boden. Verzweifelt versuchte man, die Verluste wettzumachen, indem man auf Masse setzte. Aber dies war der falsche Weg, denn die Menge an Wein war nicht zu vermarkten. Heutzutage, auch hier wie in Chile nach Beruhigung der politischen Situation, lernt man die Gunst der Natur zu nutzen und hochwertige Weine aus passenden Importreben zu keltern. Hervorgetan haben sich insbesondere die Winzer der Hauptanbaugebiete um Stellenbosch und Paarl, oft nicht ohne die willkommene Hilfe und Erfahrung ausländischer Önologen.

So unterschiedlich wie die Böden ist auch das Klima in diesem aufstrebenden Weinland, das schon lange kein Geheimtipp mehr ist. Fruchtbare Schwemmböden sind hier ebenso zu finden wie karge Kies- und Sanduntergründe. Mildes aber regenreiches Klima an den Küsten steht im Kontrast zu den heissen Sommern im Inneren des Landes. In den heissen Gegenden führt das oft sogar dazu, daß die Lese nachts betrieben wird, um die Trauben nicht allzu aufgeheizt in die Kelterhäuser zu bringen, was der Vinifizierung schaden würde. Auch gedeihen hier natürlich nicht alle Trauben, für manche ( etwa den Pinot noir) ist es einfach zu heiss, Versuche mit diesen Trauben sind zum Scheitern verurteilt. Allerdings konnten spezielle Züchtungen, in denen diese Trauben zum Teil enthalten sind, diesen Nachteil ausgleichen. Nicht zuletzt an diesem Erfindungsreichtum, aus der Not eine Tugend zu machen, kann die Qualität der neuen Winzergeneration in Südafrika beurteilt werden.

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