Lagerung

 

Naturgemäß liegt es auf der Hand, dass ein qualitativ hochwertiger, sorgfältig produzierter Wein besser schmeckt als minderwertige Ware. Jedoch kann die richtige Lagerung maßgeblich dafür verantwortlich sein, ob wir beim Weintrinken die Nase rümpfen oder verzückt sind. Ideal für die Lagerung Ihrer edler Tropfen ist ein Keller oder kühler Raum, auf keinen Fall jedoch in der Küche, denn wo gekocht wird, ist es meist war. Am liebsten hat es der Wein bei einer Lagertemperatur von ungefähr 13 Grad Celsius.

Die Temperatur

Als Grundregel gilt: möglichst keine großen Temperatursprünge! Unterschiede zwischen 8 Grad im Winter und circa 16 Grad im Sommer verkraften die meisten Weine, ohne Schaden zu nehmen. Allerdings wird es ab Temperaturen von 20 Grad Celsius brenzlig. Umso wärmer gelagert wird, umso schneller die Reife.

Das Licht

Wein hat´s gerne dunkel, deswegen Lagerräume, in denen Weinflaschen ohne Karton lagern, am besten abdunkeln. Die Sonneneinstrahlung verdirbt den Wein möglicherweise, da das Grün- und Braunglas der Flaschen nicht ausreichend dagegen abschirmt.

Die Luftfeuchtigkeit

…ist wegen der Korken ein Thema. Ist die Luft zu trocken, zieht sich der Korken zusammen und wird bröselig und undicht. Deshalb, und wegen der zumeist zu hohen Temperatur, sind Heizungsräume für die Weinlagerung ungeeignet. Über 35 Prozent Luftfeuchtigkeit sind dagegen ideal, die Messung mit dem Hygrometer verschafft Klarheit.

Erschütterungen

Weine, die ruhig lagern müssen, müssen auch wirklich absolut ruhig lagern können. Bereits kleinste Erschütterungen wirbeln das Flaschen-Depot auf. Möglichst alle Vibrationen vermeiden. Wieder ein Argument, das gegen den Wäschekeller spricht.

Fremde Gerüche

Soll ein Wein lange Zeit eingelagert werden, dann bitte nicht in unmittelbarer Nähe einer duftenden Umgebung, oder möchten Sie einen Zweigelt mit herb-bitterem Garagen-Ton im Glas haben?

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